Podcasts von Marken wirken oft wie ein Pflichtprogramm der letzten Jahre. Der Hörermarkt ist jedoch unerbittlich: ohne regelmäßige Folgen und ohne greifbaren Nutzen bleibt das Format nach wenigen Monaten stumm.

Die Formate, die halten, teilen drei Merkmale. Erstens eine klare Rolle — etwa Branchenwissen für Fachhörerinnen, nicht allgemeine Unterhaltung. Zweitens eine Moderation, die nicht wie eine Werbeansage klingt. Drittens eine Verknüpfung zu realen Anlässen: Messen, Produktstarts, Verbandsdebatten.

Weniger überzeugend sind Serien, in denen jede Folge mit demselben Markenclaim endet und Gäste austauschbar bleiben. Hörerinnen merken schnell, ob sie etwas erfahren oder nur begleitet werden sollen.

Für Entscheiderinnen gilt: Ein Podcast ist keine Kampagne mit Enddatum, sondern eine redaktionelle Verpflichtung. Wer den Aufwand scheut, ist mit gezielten Gastbeiträgen in bestehenden Fachformaten oft besser bedient — und ehrlicher gegenüber dem eigenen Ressourcenplan.

← Zurück zum Journal